Frische Luft? Frische Kraft!

Ihr Atem kann mehr als nur: "für Sauerstoff sorgen"! Entdecken Sie hier, wie viel Gutes uns Nase und Lungen bescheren können.

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Die Luft ist das Element, das wir unser Leben lang ununterbrochen ein- und ausatmen. Ohne den Sauerstoff, der über Nase und Lungen in den Blutkreislauf gelangt, könnten wir nicht existieren. Luft ist immer um uns herum - auch wenn sie sich nur ab und zu, etwa als scharfer Wind oder Wirbelsturm, wirklich deutlich bemerkbar macht.

Genauso ist es mit der Atmung, die über das vegetative Nervensystem gesteuert wird und meist völlig unbewusst und unwillkürlich erfolgt. In Stress-Situationen aber wird unser Atem zum Orkan: Wir atmen nun schnell und hektisch, hecheln oder hyperventilieren vielleicht sogar.

Zugleich aber verfügen wir auch über die wundersame Zauberkraft, interne Wirbelstürme aus eigener Kraft wieder zu korrigieren. Denn die Atmung ist die einzige normalerweise automatisch ablaufende Körperfunktion, die wir auch willentlich steuern können.

Wenn wir also bewusst richtig atmen - und das bedeutet: die Atemluft ganz ruhig, leicht und locker, fließend und unverkrampft durch die Nase so weit wie möglich in Bauch und Becken hinein lenken und dann ungefähr doppelt so lange ausatmen - dann verwandelt sich unsere Sauerstoffaufnahme von der Gewitterluft in eine wohltuende milde Sommerbrise, die uns nicht nur in Stresssituationen entspannt und in unsere innere Mitte zurückbringt, sondern auch generell für eine optimale Frischluftversorgung im Körper sorgt.

Nerven, Gewebe, Muskeln, Bauchorgane und besonders das Gehirn werden es Ihnen also sehr danken, wenn Sie so oft wie möglich innehalten, gezielt in die Tiefe (statt nur flüchtig in den Brustkorb hinein) atmen und die verbrauchte Luft dann - in aufrechter Haltung! - auch ganz statt nur halbherzig wieder ausstoßen! Und auch die Seele schickt Ihnen dafür ein Dankesschreiben: Bei Stress wie bei Depressionen etwa kann richtiges Atmen wirklich wahre Wunder wirken!

Ein gezieltes Atemtraining, das dabei hilft, das vegetative Nervensystem über die bewusste Wahrnehmung und Steuerung der Sauerstoffaufnahme zu harmonisieren, ist Teil der sogenannten Atemtherapie. Damit ist nicht die klinische, ärztliche Therapie bei Asthma oder chronischer Bronchitis gemeint, sondern die »Therapie mit dem Atem« als psychotherapeutisches oder krankengymnastisches Verfahren, das schon seit Jahrtausenden angewendet wird.


Mehr zum Thema »Bewusstes Atmen« und »Atemtherapie« erfahren Sie in der Gesundheit im Norden (Winterausgabe 2012, Heft 14, S.14-15).


Luft mimu2Luft mit Duft

Lust auf ein sehr bewusstes und sehr tiefes Ein- und Ausatmen bekommen wir meist ganz von selbst, wenn die Luft uns noch ein »gewisses Extra« zu bieten hat.

Bei Wanderungen am Meer etwa, wenn die salzig-erfrischende Kraft der Wellen an unserer Nase anklopft, oder bei Spaziergängen durch den erdig duftenden Herbstwald. Und diesen Genuss sollten Sie sich auch so oft wie möglich gönnen, denn frische Luft und Bewegung - das ist wirklich eine unschlagbar gute Wohlfühlkombination!

Zusätzlich können Sie durch den Einsatz von ätherischen Ölen in der Aromalampe, Räucherstäbchen oder Räucherungen mit Kräutern, Baumrinden und Harzen ganz gezielt genau die Atemluft herbeirufen, die Ihnen gerade besonders gut tut.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem Hauch Lemongras für eine besonders fröhliche Geselligkeit - oder mit Lavendel gegen Stress und depressive Verstimmungen?

Achten Sie bei der Wahl Ihres ganz privaten Luftszenariums jedoch unbedingt auf gute Qualität! Synthetisch-zitrusfrische Raumsprays aus dem Drogeriemarkt tragen zwar oft ähnliche Namen wie 100 Prozent reine ätherische Öle oder natürliches Räucherwerk - doch Nase und Seele werden umgehend erkennen, dass diese Luft nicht wirklich echt ist!

Mehr zum Thema »Aromatherapie« in der ersten Ausgabe der Gesundheit im Norden (Frühjahr 2009, hier als PDF-Download)

Mehr zum Thema »Räucherungen« in der 29. Ausgabe des Magazins Das Wesentliche (September 2012, hier als PDF-Download)